Ich habe heute morgen, noch bevor ich laufen ging, darüber nachgelesen, was Katzen so katzenartig macht und weshalb die Katzenartigen auch ein bisschen umwoben sind. Sagenumwoben zum Beispiel. Oder das Tor in eine ferne Galaxie. Und wie dem auch sei, Katzen wird jeher viel zugeschrieben.

Aber darum soll es in dieser kurzen Notiz überhaupt nicht gehen. Denn einen Fakt kannte ich nicht, fühle aber jede einzelne Zeile:

Katzen knallen sich gern Katzenminze, weil diese einen leichten Rausch auslöst [1]

Und das fühle ich, sehr. In der aktuellen Zeit! Im teutonischen Verfall unserer Gesellschaft in verschiedene Lager, für und wider, in böse und gut sowie schwarz und weiß - in Zeiten in denen das Gefüge auseinander fällt, da wünsche ich mir auch oft einen Moment des Rausches, gern auch als Dauerzustand, der mich ähnlich wie die Katzen betört wild umherpsielen und die Last des neoreaktionären Tech-Oligarchen vergessen lässt.

Brot und Spiele für Herrn Montag, um das Hier und Jetzt besser zu ertragen. Jedoch, es wird nicht leichter meine Freunde! Die Schweirigkeiten dieser Tage haben gerade erst begonnen.


  1. Wie die Wirkung entsteht: * Der Wirkstoff: Der Duftstoff Nepetalacton (in den Blättern und Stängeln) wird über die Nase aufgenommen und reizt das Nervensystem. * Das Verhalten: Die Katze wälzt sich, schnurrt, miaut, reibt sich daran oder spielt wild. * Die Dauer: Der "Rausch" dauert meist nur 5 bis 15 Minuten. Danach ist die Katze für etwa eine Stunde unempfindlich gegenüber dem Duft. ↩︎