Der Hulot schreibt immer ein kluges und oft überdies auch noch schönes Zeug, sodass ich ihm antworten möchte.

Und dann steht er da, der Deutsche, dieser schlaflose Nachtwandler zwischen gestern und morgen, die Hände mal zur Faust geballt, mal zum Gruß erhoben, als könnte er sich selbst nicht entscheiden, welchem Gespenst er heute die Ehre erweist. Den Blick gesenkt, das Herz im Tresor, die Seele auf Raten gekauft. Satt war gestern, heute reicht's für die Heizung nicht, aber Hauptsache, die Uniform sitzt, Hauptsache, irgendwas sitzt überhaupt noch. Herrenmensch auf Pump, hohl wie eine Kirchenglocke ohne Klöppel, außen blank poliert, innen längst verhallt. Hinter Pollern verschanzt, die ihn vor nichts schützen außer vor der Frage, die er nicht stellen will. Und über allem flackern die Ladenlichter, niemals stumm, niemals müde, immer bereit, ihm zu verkünden, was er braucht, bevor er weiß, dass er es braucht. Da fragt er sich, ob das noch sein Land ist, seine Heimat, und merkt nicht, dass Heimat kein Ort ist, den man besitzt, sondern einer, den man teilt. Und so schleppen wir unsere Einkäufe nach Haus, Tüten voller Dinge, die wir nicht brauchen, und halten uns für schlau, weil wir nicht weinen.

Der Mond über der Stadt, extra verschwommen, extra groß.
Der Mond heute abend, über der Stadt, extra verschwommen, extra groß.